Horizonte #145

05.06.2025

Macht Betroffenheit blind?

Oder anders gefragt: Können wir wirklich objektiv sein, vor allem, wenn wir selbst betroffen sind? Vermutlich können wir uns alle darauf einigen, dass es ohnehin schwierig ist, Objektivität zu erreichen.

Wie ist es jedoch für Asmaa Dehbi, eine Erziehungswissenschaftlerin mit algerischer Familiengeschichte, die zu antimuslimischem Rassismus in der Schweiz forscht – und diesen am eigenen Leib erlebt hat?

Oder für Dennis Rodgers, der einst Mitglied einer Gang in Nicaragua war und heute zu Gewalt forscht? Oder für Jasmin Barman-Aksözen, die an erythropoetischer Protoporphyrie leidet und an Therapien dazu forscht? Oder für Nathalie Herren, die depressive Episoden erlebt hat und zu den politischen Konsequenzen von Depression arbeitet? Oder für Tobias Urech, der homosexuell ist und zur Geschlechtergeschichte forscht?

Der eigenen Geschichte oder Krankheit auf den Grund gehen: Fünf Forschende erzählen, wie ihre persönlichen Erfahrungen ihre wissenschaftliche Arbeit beeinflussen – oder eben nicht. Im Fokus der aktuellen Ausgabe von Horizonte, wunderschön bebildert von der einzigartigen Angelika Annen.

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